BARF-Konzept


BARF bedeutet Biologically Appropriate Raw Food oder Biologisch Artgerechtes Rohes Futter.

BARF ist eine artgerechte, hochwertige und vor allem eine gesunde Hundeernährung.

Barfen heißt mehr als nur rohes Fleisch füttern. Das Barf-Konzept orientiert sich an dem Aufbau eines Beutetiers. Die einzelnen Komponenten sind so zusammengestellt, dass man eine ideale Verteilung der Nahrungsmittel und somit eine optimale Deckung der einzelnen Nährstoffe hat.

Barfen besteht neben durchwachsenem Muskelfleisch auch aus Pansen, Innereien, fleischigen Knochen, eventuell Fisch und Eiern und zu einem kleinen Teil aus Obst und Gemüse. Der pflanzliche Anteil liefert dem Hund hauptsächlich Ballaststoffe und ersetzt das Fell und den Darminhalt der Beutetiere.

Getreide und Milchprodukte können zu einem kleinen Prozentsatz gefüttert werden, müssen aber nicht eingesetzt werden.

Mittlerweile gibt es zahlreiche BARF-Shops, bei denen sie vor Ort oder online einkaufen können und das Futter auf Wunsch geliefert bekommen. Achten sie hier sehr auf Qualität. Die Kühlkette sollte zu keinem Moment unterbrochen werden! Vor allem vakuumverpacktes Fleisch sollte niemals angetaut sein!



Kann mein Hund gebarft werden

Es ist nie zu früh oder zu spät mit einer gesunden Fütterung zu beginnen. Gebarft werden können:

- erwachsene Hunde

- Welpen

- Junghunde

- über-/ untergewichtige Hunde (zum Erreichen ihres Idealgewichtes)

- Trächtige/laktierende Hündinnen

- Hunde mit akuten oder chronischen Erkrankungen

- Hunde mit höherem Energiebedarf (Sporthunde)

- Senioren

- Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten

- Hunde mit Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien



Warum sollte ich mein Tier barfen?

In den letzten Jahren haben die fütterungsbedingten Erkrankungen stetig zugenommen. Immer mehr Menschen wollen auch ihren Hunden eine gesunde Ernährung anbieten.



Hier einige Vorteile von BARF:

Artgerechte, natürliche Produkte. Der Hund kann die hochwertige Nahrung besser verwerten.

Man sieht was man füttert und kennt alle Bestandteile des Futters.

BARF ist gesund, da keine Geschmacksverstärker, Farbstoffe, Konservierungsmittel und synthetische Vitamine gefüttert werden.

Individuelle Fütterung. Der BARF-Plan wird anhand einer gründlichen Anamnese individuell auf jeden Hund abgestimmt. Bei gesundheitlichen oder altersbedingten Problemen kann die Ernährung ohne weiteres an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Der allgemeine Zustand des Tieres kann so durch die Ernährung unterstützt werden.

In der Ernährung befinden sich keine Störstoffe (Antinährstoffe), welche die Aufnahme von verschiedenen Mineralstoffen hemmen. Im Fertigfutter ist dies oft der Fall, so dass die fehlenden Mineralien dem Futter wieder in synthetischer Form zugefügt werden müssen.

Durch die artgerechte Ernährung haben die Hunde weniger Probleme mit Zahnstein, der Verdauungsapparat arbeitet besser, das Immunsystem wird positiv unterstützt, das Risiko von Allergien und Magendrehungen wird herabgesetzt, ..

Die rohe und natürliche Ernährung hat einen positiven Impakt auf die Darmgesundheit, welche für eine gut funktionierendes Immunsystem unerlässlich ist.

Parasiten haben es deutlich schwerer sich in einem gesunden Darm festzusetzen. Durch das Füttern von antiparasitären Lebensmitteln wird dieses Risiko noch zusätzlich herabgesetzt.

Die Hunde haben mehr Freude und Abwechslung beim Fressen. Das Kaubedürfnis der Tiere wird stärker befriedigt.

Man hat selbst mehr Freude an der Zubereitung und ein besseres Gefühl beim Füttern.



Ja, die BARF-Fütterung hat auch Nachteile:

Man benötigt deutlich mehr Zeit bei der Zubereitung des Futters.

Man sollte sich mit dem Thema BARF auseinandersetzen und sich ein Basis-Wissen zulegen. Wenn sie sich für eine Ernährunsplanerstellung entscheiden, erhalten sie von mir die Grundinformationen über BARF.

Man braucht Platz im Tiefkühler zur Lagerung (Bsp: 3 Schubladen, wenn man Futter für einen Monat für einen 35kg Hund bestellt)

Leider gibt es noch immer Tierärzte, die nicht mit dem BARF-Konzept vertraut sind und dadurch ihre Kunden verunsichern. Falls Probleme in der Hinsicht bestehen können Sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen und wir sehen zusammen wie das Problem gelöst werden kann. Zu allen Punkten bei der BARF-Fütterung gibt es logische Erklärungen. So kann man auch einen eventuellen BARF-Gegner durch Fakten erklären warum der Barfplan bei ihrem Hund genauso zusammengestellt ist.

Barfen ist teuer. Barfen ist sicherlich teurer als ein billiges Fertigfutter. Damit wollen wir es allerdings nicht vergleichen. BARF ist preisgleich mit einem hochwertig angekündigten Fertigfutter. (Bsp.: Für einen 35kg-Hund kostet BARF (Muskelfleisch, Pansen, Knochen, Innereien, Fisch, Gemüse, Obst, Eier, Fischöl, Algen) 70-75€ pro Monat.)



Probleme/ Risiken bei BARF:

Die richtige Zusammensetzung bei der BARF-Fütterung ist wichtig. Auch die Quantität sollte weder zu hoch noch zu niedrig sein und der prozentuale Anteil von Fett im Fleisch muss auf den Hund abgestimmt sein. Falls in der Zusammensetzung des Futters über längere Zeit Fehler gemacht werden, kann der Hund einen Mangel erleiden oder im schlimmsten Fall erkranken. Daher ist eine korrekte Anamnese von großer Wichtigkeit.

Eine Kontamination mit Keimen durch das rohe Fleisch ist nicht unmöglich. Daher ist es wichtig sich an die Hygiene-Regeln zu halten, genau wie bei der Zubereitung der eigenen Mahlzeiten.